Auf den Spuren von Bruce Lee

Die Kunst der fernöstlichen Kampfkunst ist uralt und lässt sich verfolgen bis zur Ming- Dynastie. In China gehört Kung Fu zum täglichen Leben und ist der Sport schlechthin. Es gibt über 200 Arten der chinesischen Kampfkunst, Kung Fu kann hier nur als Oberbegriff verstanden werden. Die Kampfkunst als solches dient nicht nur der Verteidigung und des Angriffes, sie soll gleichzeitig Körper und Geist schulen, jedoch umfaßt das Training Abwehr- als auch Angriffstechniken. Die Art der Techniken bestimmt die Karateform und Namen, die aus dem chinesischen, von der Bedeutung der Begriffe abgeleitet wurden.

Das Wort Kung Fu z. B. heißt im chinesischen soviel wie menschliche Errungenschaft und bedeutet tiefgründig so viel wie: mit Kung Fu steigerst du dich und wächst über deine Persönlichkeit und deinem Geist hinaus. Man kann den Sinn der Chinesen zu ihren Kampfkünsten nicht ins europäische übertragen. Das sind Jahrtausende alte Sitten und Gebräuche. In China zählt eine Kung Fu Ausbildung zu den höchsten Auszeichnungen und ist mehr Wert als ein Diplom, es stehen dem Probanten alle Türen im wirtschaftlichen, sowie beruflichen Bereich offen.

In Deutschland begann die Lehre des Kung Fu 1957 als traditionelles Chotokan Karate, eine Technik der reinen Verteidigung, als auch des Kampfes und wurde immer weiter perfektioniert, da es in dieser Disziplin große körperliche Unterschiede zwischen den Asiaten, den Europäern und Amerikanern gibt. In den letzten 20 Jahren ist der Abstand immer kleiner geworden, weil immer mehr internationale Kampfsportler nach China reisen und dort Kampfschulen besuchen oder an Kursen der Shaolin Mönche in deren Kloster teilnehmen. Das Kung Fu der Shaolin Mönche ist die Perfektion seit Jahrhunderten, es wurde von den Mönchen ins Leben gerufen. Alle anderen fernöstlichen Kampfkünste bauen sich auf das Shaolin Kung Fu auf. Diese traditionelle Kunst den Körper und den Geist zu beherrschen dauert quasi ein Leben lang.